Justiz ver­haftet selbst enga­gierte Ein­b­re­cher

Kurios, kurioser, Texas! Im Auftrag der Justiz sollten zwei Männer in den USA die IT-Sicherheit eines Gerichts testen und wurden dabei von ihrem eigenen Arbeitgeber festgenommen. Man hielt sie für Einbrecher.

Wie das amerikanische Nachrichten-Portal DesMoinesRegister vermeldet, hat die Polizei in Dallas zwei vermeintliche Einbrecher festgenommen, weil sie in ein örtliches Amtsgericht eingebrochen sind. Den verblüfften Beamten erklärten die Männer, sie seien von der Justiz dafür bezahlt worden. Zu ihrem Auftrag gehöre es, Schwachstellen des Alarmsystems in dem Gerichtsgebäude aufzudecken und die Reaktionszeit der Polizei zu ermitteln. Dummerweise hatte niemand die Beamten vor Ort über dieses Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Die Polizei glaubte den beiden vermeintlichen Einbrechern deswegen nicht.

Später fand die Staatsanwaltschaft heraus, dass die staatlichen Gerichtsverwaltung die beiden vermeintlichen Einrecher tatsächlich angeheuert hatte. Die Männer sollten versuchen, “mit verschiedenen Mitteln” einen “unbefugten Zugriff” auf die elektronischen Gerichtsakten zu erlangen, um dort nach möglichen Schwachstellen im IT-System zu suchen. Die Verwaltung hatte aber nicht damit gerechnet, dass ihre Auftragnehmer dazu physisch in das Gerichtsgebäude einsteigen würden. Immerhin konnte sich die Justiz dadurch davon überzeugen, dass die Alarmanlage im Amtsgerichts funktioniert. Ob auch die elektronischen Akten den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen, ist nicht bekannt.


Fundstelle: https://www.lto.de/

Redaktion
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