Wegen Corona-Beschränkungen: Gym erklärt sich zu Kirche


Ein polnisches Fitnessstudio erklärt sich zur Kirche des gesunden Körpers, um die Corona-Schließungen zu umgehen und weiterhin – nun Gläubige – empfangen zu dürfen.

Die Corona-Maßnahmen schränken viele gerade ein. Kinos, Theater, Fitnessstudios, Restaurants und andere müssen in vielen Teilen der Welt derzeit zur Eindämmung der Pandemie geschlossen bleiben. Dagegen sind Gottesdienste weiterhin erlaubt. Trotz der mancherorts gezahlten Corona-Beihilfen zieht das für die Betroffenen finanzielle Schwierigkeiten nach sich.

Not macht erfinderisch

So geht es auch dem Fitnessstudio „Atlantic Sports“ in Krakau, Polen. Das hat sich nun etwas ganz Spezielles überlegt und sich zur „Kirche des gesunden Körpers” ernannt. Das verwundert mich wenig. Denn als ich vor einigen Jahren im Rahmen von Erasmus ein Auslandsjahr in Krakau, der heimlichen Hauptstadt unseres katholisch geprägten Nachbarlands verbrachte, pilgerten meine Mitbewohnerin und ich regelmäßig zu „Atlantic Sports“. Auch die kirchliche Primtime, Sonntag morgens, verbrachten wir dort im Kurs „TBC“ (Total Body Conditioning).

Das Fitnessstudio schrieb am 17.10.2020 im Zusammenhang mit den anstehenden Corona-Schließungen auf ihrer Facebookseite. Warum sind Orte geschlossen, an denen Menschen für Gesundheit sorgen und alle Hygienevorschriften eingehalten werden?!. Deshalb erklären sie sich kurzerhand zu einer Kirche und funktionieren sich zu einem Fitnessgeräte- Store um, in dem kostenpflichtig Fitnessgeräte ausprobiert werden dürfen. Weiterhin heißt es: „Der erleuchtete Olek und der Ehrwürdige Gosia laden Sie heute zu außergewöhnlichen religiösen Ereignissen ein“ und „die Trainingsgeräte im Atlantic Store für die von unserem Ältestenrat durchgeführten Dienste der Kirche des gesunden Körpers (…) und Squash-Wettbewerbe ohne Beteiligung der Öffentlichkeit zu testen.“

Dass diese Kreativität aufgrund der auch in Polen massiv steigenden Infektionszahlen auch nicht ausnahmsweise belohnt werden kann, ist klar. Bereits nach dem ersten Polizeibesuch im „Atlantic Sports“, haben die Betreiber sich dazu entschieden, die Ideen vorerst nicht weiter zu verfolgen und bleiben geschlossen.


Fundstelle: https://www.n-tv.de/

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