Jura-Hausarbeit landet in Beirut statt Bayreuth

Wegen eines kuriosen Postirrtums ist die Hausarbeit eines Jurastudenten nicht wie geplant bei der Universität Bayreuth, sondern in Beirut (Libanon) angekommen.

Jurastudierende der Uni Bayreuth (Bayern) sollen ihre Hausarbeiten auf Grund der Corona-Krise momentan per Post an die Universität senden. Normalerweise können die Studierenden ihre Hausarbeiten am jeweiligen Lehrstuhl persönlich abgeben. Elias Schindler, wohnhaft in ebenjenem Bayreuth, wählte in vorbildlicher Manier den Postweg und wurde böse überrascht. Statt am Lehrstuhl innerhalb der gleichen Stadt tauchte die Hausarbeit im 3.500 Kilometer entfernten Beirut auf.

Verwechslung “oberpeinlich für die Post”

Der Student nennt den Vorfall in einem Interview mit Bayern 3 “oberpeinlich für die Post”. Er habe natürlich erwartet, dass die Post es schaffe, Briefe innerhalb Bayreuths zuzustellen. Eine Sprecherin der Universität Bayreuth bestätigte den Vorfall gegenüber der Legal Tribune Online. Man habe die Studierenden gebeten, die Hausarbeiten per Post einzusenden, weil auf Grund des Infektionsschutzes der Personenverkehr auf dem Campus so weit wie möglich eingeschränkt werden sollte.

Elias Schindler bestätigt, dass er den Briefumschlag mit der Hausarbeit bei der örtlichen Postfiliale abgegeben habe. Der Umschlag sei gut leserlich mit “Bayreuth” beschriftet gewesen. Der Student hat jedoch Glück im Unglück: Negative Konsequenzen wird die Verwechslung keine für ihn haben. Er konnte der Universität durch Vorlage des Einlieferungsbelegs glaubhaft nachweisen, dass die Arbeit rechtzeitig bei der Post eingegangen war.

Am Ende gab Elias Schindler seine Hausarbeit ganz eingfach – unter Einhaltung der auf dem Campus gültigen Infektionsschutzregeln – persönlich am Lehrstuhl ab. Die Universität meint, dass ähnliche Verwechslungen bisher nicht bekannt seien. “Wer ganz sicher gehen will, wird sich für ein Einschreiben mit Rückschein entscheiden, aber die Universität verlangt oder erwartet das nicht”, so die Sprecherin der Uni.


Fundstelle: https://www.lto.de

Redaktion
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