Gemeinsame Katzen gehören nach Trennung dem Beschenkten

Nach der Trennung eines Paares gehören die gemeinsamen Katzen demjenigen, der sie geschenkt bekommen hat. So entschied das LG Koblenz.

Bei den Parteien, die sich vor dem LG Koblenz trafen, handelte es sich um ehemalige Lebensgefährten. Die beiden Katzen wurden dem Kläger von ihrem Voreigentümer geschenkt. Das Paar holte die Samtpfoten sodann gemeinsam im Juli 2016 ab. Die Impfpässe der Tiere wurden auf beide Parteien ausgestellt. Die anfallenden Kosten für die Katzen übernahm überwiegend die Beklagte.

Schenkung der Katzen entscheidend

Im Jahr 2018 trennte sich das Paar. Da der Kläger zunächst keine eigene Wohnung hatte, ließ er seine Sachen und die Haustieger in der Wohnung seiner ehemaligen Freundin. Als der Kläger die Tiere zu sich holen wollte, verweigerte die Beklagte die Herausgabe.

Vor Gericht behauptete der Kläger, dass er einen Anspruch auf die Herausgabe der Kätzchen habe, da sie ihm allein geschenkt worden waren. Diese Ansicht teilten auch die Koblenzer Richter. Der Kläger könne gem. § 985 BGB die Herausgabe der Samtpfoten und der Impfpässe fordern. Die Schenkung der Katzen im Jahr 2016 sei zur Überzeugung des Gerichts vom Schenker bestätigt worden. Der Kläger sei Alleineigentümer der Katzen geworden. Dass seine Ex-Freundin sich ebenfalls um die Tiere gekümmert habe und auch einen Großteil der Kosten übernommen habe, mache sie nur zur Mitbesitzerin, nicht zur Miteigentümerin.


Fundstelle: LG Koblenz, Beschl. v. 23.10.2020, Az. 13 S 41/20

Clara Mueller
Clara Mueller
Jurastudentin, Schwerpunkt: Verwaltungsrecht, Promi Tratsch&Klatsch, Hundemama.

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