Aus (Ab-)Wasser wird Wein: Die Weinkellerei im Klärwerk

Ein Schelm wer Böses denkt: Kurz vor Weihnachten ging die Polizei im US-Bundesstaat Alabama einem anonymen Hinweis nach. Was sie vorfand beschreibt der zuständige Ermittler so. “Dies ist definitiv eine der größten Operationen, die wir in unserem Bezirk und möglicherweise unserem Staat gesehen haben.”

Was war geschehen? Die Polizei verhaftete einen städtischen Angestellten in der Stadt DeKalb. Er war dabei erwischt worden, wie er illegal Wein in einer Kläranlage herstellte.

Im Gebäude für Abwasserentsorgung in der Stadt Rainsville entdeckten die Ermittler:innen eine illegale Weinkellerei. Die Polizei veröffentlichte Fotos ihres Fundes: Eine Vielzahl leerer und gefüllter Gärballons, Eimer und Geräte zum Schwarzbrennen.

Das Land der unbeschränkten Möglichkeiten

Rodger Lingerfelt, der Bürgermeister von Rainsville, einer Stadt mit 5.100 Einwohner:innen etwa 100 Meilen nördlich von Birmingham, sagte auf einer Pressekonferenz am Freitag. “Während der Durchsuchung fanden die Ermittler eine große Menge illegalen Alkohols und eine Weinkellerei, die bereits seit einem längeren Zeitraum in Betrieb zu sein scheint.”

Sämtliche Utensilien wurden beschlagnahmt. Laut Medienberichten dürfte es sich um über 100 Gallonen (ca. 380 Liter) Weiß- und Rotwein handeln. Polizeischätzungen zufolge dürfte die illegale Weinproduktion schon eine lange Zeit andauern. In Alabama ist es verboten, mehr als 15 Gallonen (ca. 57 Liter) selbstgebrauten Wein oder Bier zu besitzen.

Allen Maurice Stiefel, ein langjähriger Angestellter des Klärwerks wurde daraufhin wegen des Besitzes eines illegal hergestellten alkoholischen Getränks und der Ausnutzung einer offiziellen Position für den persönlichen Gewinn verhaftet. Die Klärwerkleitung entließ den bereits seit 15 Jahren im Betrieb angestellten Mann.

Bei seiner Verhaftung gab er an, dass er seit etwa zwei Jahren Wein in der Anlage herstelle und den Alkohol an Freund:innen und Familie verschenke. Das Büro des Sherriffs teilte mit, dass Allen Maurice Stiefel gegen eine Kaution von 20.000 Dollar auf freien Fuß gesetzt wurde.


Fundstelle: https://www.nytimes.com/

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