Home Justiz Gericht USA: Health App überführt Ehemann einer getöteten Frau

USA: Health App überführt Ehemann einer getöteten Frau

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Fitness-App

Nachdem die Sprachassistentin “Alexa” vor dem LG Regensburg als Beweismittel in einem Mordprozess auftreten durfte, schafft es nun auch die Health App von Apple ein Verbrechen aufzuklären! Werden Ermittler bald von Maschinen ersetzt?

Bereits im Januar 2018 wurde in Alabama eine 42-Jährige vor ihrem Haus mit einer Kopfverletzung tot aufgefunden. Ihr 47-Jähriger Ehemann behauptete, unschuldig zu sein. Das Gegenteil konnte ihm in einem Strafprozess nun mit der Hilfe der Fitness-Daten aus seinem Handy bewiesen werden. Der Mann hatte zunächst gegenüber den Ermittlern angegeben, dass seine Frau betrunken die Treppe hinunter gestürzt sei. Er selbst habe zu diesem Zeitpunkt im gemeinsamen Schlafzimmer geschlafen.

18 verdächtige Schritte zur Tatzeit!

Konket gab er an, um 22.30 Uhr ins Bett gegangen zu sein und bis um 05.15 Uhr am nächsten Morgen geschlafen zu haben. Doch sein Handy verriet, dass er von 23.03 Uhr bis 23.10 Uhr insgesamt 18 Schritte machte. Gleichzeitig gaben die Handydaten der Verstorbenen an, dass sie sich nach 22.54 Uhr nicht mehr bewegt hatte.

Das Kuriose: Der 47-Jährige arbeitete als professioneller Tatortermittler. Trotzdem wurden seine Fingerabdrücke später auf einer Flasche gefunden, mit der er seiner Frau auf den Kopf geschlagen haben soll. So die Version der Polizei. Die Staatsanwaltschaft ging deswegen davon aus, dass der Mann seine Frau nach einem Streit über ihre Arbeit getötet und dann den Tatort inszeniert hatte, um sich selbst unschuldig aussehen zu lassen. Die 42-Jährige hatte als Webcam-Model gearbeitet und unter anderem erotische Fotos von sich verkauft.

Letztendlich verurteilte das Gericht den Mann wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren. Das Gericht war von seiner Schuld auf Grund der Angaben der Health App überzeugt. Außerdem hatte ein Sachverständiger ausgesagt, dass sich die Kopfverletzung nicht auf einen Sturz zurückführen lasse. Die Beweise trugen jedoch nur eine Verurteilung wegen “reckless manslaughter” und nicht wegen Mordes.


Fundstelle: https://appleinsider.com/

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