Griechischer Pilot gesteht Tötung seiner Frau, nachdem ihn eine Smart Watch überführte

Ein griechischer Pilot hat die Tötung seiner Ehefrau gestanden, nachdem er von seiner eigenen Technik überführt worden war.

Babis Anagnostopoulos, ein 33-jähriger Pilot aus Griechenland, hat die Tötung seiner jungen Ehefrau gestanden. Die 20-jährige Britin Caroline Crouch war am 11. Mai tot im Schlafzimmer im Haus des Paares in Glyka Nera, nahe Athen, aufgefunden worden. Ihr Ehemann hatte das Verbrechen gemeldet und gegenüber der Polizei behauptet, das Paar und ihr wenige Monate altes Baby sei von drei Räubern überfallen worden. Angeblich habe die Bande seine Frau gefesselt, erstickt und sei mit 15.000 € in bar geflüchtet. Er behauptete, er sei mit verbundenen Augen an ein Bett gefesselt gewesen und habe während des Tathergangs immer wieder das Bewusstsein verloren. Das Paar hatte sich in Griechenland kennengelernt und 2018 geheiratet.

Mann spielt wochenlang den trauernden Witwer

Die Polizei setzte zunächst eine Belohnung von 300.000 € für Hinweise zur Ergreifung der Mörder aus und verurteilte die Tat als “barbarisch”. Fünf Tage nach dem Tod seiner Frau postete der Pilot ein Instagram-Bild von ihrer Hochzeit mit der Botschaft: “Immer zusammen. Farewell my love.”

Um die Geschichte des Mannes zu untermauern, untersuchte die Polizei aber nicht nur den Tatort, sondern auch die technischen Gadgets des Paares. Und wurde fündig! Caroline Crouch Smart Watch hatte ihre Pulswerte auch am Tag ihres Todes gemessen und aufgezeichnet. Die ausgewerteten Daten zeigten, dass ihr Herz zu dem Zeitpunkt noch schlug, als ihr Mann behauptete, sie sei ermordet worden. Die Bewegungen ihres Ehemannes konnte die Polizei über dessen Handydaten nachverfolgen. Der Aktivitäts-Tracker auf seinem Telefon zeigte, dass er sich im Haus bewegte, während er behauptete, gefesselt gewesen zu sein. Und auf beiden Smartphones wurden Textnachrichten gefunden, die deutlich machten, dass das junge Paar keine glückliche Ehe führte.

Hund des Paares ebenfalls getötet

Nach der Trauerfeier für seine Frau, baten Polizisten den Piloten deswegen, mit ihnen auf das Revier nach Athen zu kommen. Dort wurde er acht Stunden lang verhört und gestand letztendlich, seine Frau getötet zu haben. Das Paar habe sich in letzter Zeit oft getritten. Seine Ehefrau habe gedroht, ihn mit der gemeinsamen Tochter zu verlassen. Deswegen habe er sie mit einem Kissen erstickt. “Sie schubste mich und schlug mich. Ich verlor die Beherrschung, ich erstickte sie mit einem Kissen. Dann habe ich den Raubüberfall erfunden.” So schildern griechische Medien die Aussage des Mannes.

Babis Anagnostopoulos wurde noch am Freitag in Handschellen einem Haftrichter vorgeführt. Er wurde wegen vorsätzlicher Tötung und Misshandlung eines Tieres angeklagt. Denn auch der Familienhund des Paares war am Tag der Tat tot aufgefunden worden. “Ich musste überzeugend wirken und deshalb habe ich auch den Hund erwürgt”, gab der Pilot gegenüber der Polizei an. Der sieben Monate alte Welpe wurde an einem Geländer im Haus des Paares aufgehängt.


Fundstelle: https://www.theguardian.com/

Redaktion
JURios. Kuriose Rechtsnachrichten. Kontakt: redaktion@jurios.de

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