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“Diva of Divorce” – die teuerste Scheidungsanwältin Londons wird erst ab 100 Millionen tätig

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Scheidung

Ayesha Vardag gilt als die teuerste Anwältin Londons. Die Juristin hat sich auf Familienrecht spezialisiert und nimmt nach eigenen Angaben nur Fälle ab einem Streitwert von 100 Millionen britischer Pfund an. Wer sich mit Hilfe von Vardag scheiden lassen will, muss also tief in die Taschen greifen.

Vardag hat Jura am angesehenen Queen’s College in Cambridge studiert. Ihre Anwaltszulassung erhielt sie 1996 und arbeitete zunächst bei der Großkanzlei Linklaters. Vardag ist sowohl als “Barrister” als auch als “Solicitor” qualifiziert. Ihre eigene Kanzlei eröffnete die Anwältin 2005 und spezialisierte sich fortan auf das Familienrecht. Und wie sieht es im Liebesleben der Anwältin aus? Vardag ist mit einem Finanzberater verheiratet und hat fünf Kinder. Von drei verschiedenen Männern.

Deutsche Multimillionärin prägt englisches Recht

Im Jahr 2010 vertrat Vardag die deutsche Multimillionärin Katrin Radmacher gegen deren Noch-Ehemann, den Franzosen Nicolas Granatino. Bei der Hochzeit im Jahr 1998 wurde ein Ehevertrag geschlossen, in dem geregelt war, dass keiner der beiden im Falle einer Trennung etwas vom Vermögen des anderen beanspruchen darf. Nach der Scheidung im Jahr 2007 verlangte der Franzose jedoch 6,8 Millionen Euro von seiner Ex-Frau. Seine lächerliche Begründung: Er habe weder den Inhalt des deutschen Dokuments verstanden, noch den wahren Reichtum seiner Frau gekannt.

Und hier kam Vardag ins Spiel. Sie vertrat Katrin Radmacher vor dem britischen High Court, dem Court of Appeal und dem Supreme Court. Und das mit Erfolg! In der Rechtssache wurde zum ersten Mal im Vereinigten Königreich ein Ehevertrag zugelassen. Bisher waren in Großbritannien Eheverträge nicht automatisch bindend. Doch hier urteilten die Richter:innen, dass einem Ehevertrag “maßgebliches Gewicht” beigemessen werden könne. Eine Entscheidung mit historischer Bedeutung!

Malaysische Schönheitskönigin erstreitet Millionen

2017 vertrat Vardag die in London lebende ehemalige malaysische Schönheitskönigin Pauline Chai. Deren Noch-Ehemann, ein malaysische Tycoon, wollte durchsetzen, dass die Scheidungssache in Malaysia verhandelt werde. Doch Vardag konnte durchsetzen, dass der Rechtsstreit vor einem Londoner Gericht verhandelt wurde. Das Ergebnis? Vardag konnte für ihre Mandantin einen Vergleich in Höhe von 64 Millionen Pfund aushandeln – einer der größten familienrechtlichen Vergleiche, die jemals im Vereinigten Königreich geschlossen wurden.

Und was sagt die Anwältin selbst zu ihrem Erfolg? Gegenüber den englischen Boulevardmedien gab sie zunächst Beziehungstipps. So ermutigte sie die Brit:innen, “von den Franzosen zu lernen” und sagte, sie würde ein Auge zudrücken, wenn ihr eigener Ehemann fremdgehen würde. Vardag selbst trennte sich 1999 von ihrem ersten Ehemann, Xavier Hunter, nachdem beide eine Affäre gehabt hatten. Sie selbst erzählt, dass sie immer davon ausgegangen sei, dass der Vater ihrer beiden ersten Söhne ihre große Liebe sei. Aber im Laufe der Zeit habe man sich auseinandergelebt.

Nach ihrer ersten Ehe hatte Vardag eine Romanze mit einem jüngeren Kollegen mit dem sie eine Tochter bekam. Seit 2014 ist Vardag glücklich mit ihrem heutigen Ehemann und Mutter von insgesamt fünf Kindern. Die 53-Jährige gibt über ihren persönlichen Erfolg an, dass “es nichts gibt, was mir meine Kunden erzählen, was ich nicht selbst erlebt habe.” Sie ist der Meinung, dass sie sich deswegen besonders gut in ihre Mandantschaft hineinaversetzen könne.

Corona verändert Liebesleben

Doch auch eine so bekannte Kanzlei wie die von Verdag ist vor Corona nicht sicher. Ihre Scheidungsfälle seien während des Lockdowns 2020 um 63 Prozent zurückgegangen. In Fälle mit Affären hätte die Kanzlei einen Rückgang von 17 Prozent zu verzeichnen. Gleichzeitig nahmen allerdings Fälle mit häuslicher Gewalt stark zu. Und die Anwältin bemerkte auch, dass sich das Liebesleben ihrer Mandant:innen während Corona stark verändert hatte. Der Lockdown habe es schwieriger gemacht, Affären zu beginnen und aufrechtzuerhalten. “Wenn es keine Kneipe gibt, in die man gehen kann, keine Konferenz, kein Hotel, und man von zu Hause aus arbeitet, gibt es keine Gelegenheit, bestehende Liebhaber zu sehen, geschweige denn neue zu treffen.”

Und weiter: “Misstrauische Ehepartner, die viel Zeit zu Hause verbringen und ihre Telefone herumliegen lassen, fanden belastende WhatsApp-Nachrichten an abwesende Liebhaber oder entdeckten ihre Partner am Ende des Gartens bei langen, intensiven Telefongesprächen, die nicht nach einer Analyse der neuesten Umsatzzahlen aussahen.”


Fundstelle: https://www.dailymail.co.uk/

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