Mann gibt 57.000 US-Dollar für Pokemon-Karte aus und muss drei Jahre in Haft

Ein Mann aus Georgia muss für 36 Monaten ins Gefängnis, nachdem er Corona-Hilfsgelder zum Kauf einer seltenen Glurak-Pokémon-Karte verwendet hatte.

Vinath Oudomsine ist 31 Jahre alt und großer Pokemon-Fan. Das wurde dem Mann aus Georgia jetzt zum Verhängnis. Denn ein US-Bezirksgericht verurteilte ihn zu einer dreijährigen Haftstrafe. Der Grund: Oudomsine soll zu Unrecht 85.000 US-Dollar an Corona-Hilfsgeldern beantragt und ausgezahlt bekommen haben. Er hatte gegenüber den Behörden behauptet, der Inhaber eines kleinen Unternehmens mit zehn Mitarbeitern zu sein. Die Corona-Hilfsgelder wurden als Teil des Pandemie-Hilfsplans des Kongresses geschaffen und sollten durch Corona in Bedrängnis geratenen Unternehmen dabei helfen, ihre Miete und ihre Mitarbeiter:innen zu bezahlen.

Nachdem Oudomsine das Geld erhalten hatte, verwendete er 57.789 US-Dollar davon, um eine besonders seltene Pokemon-Sammelkarte zu kaufen. Eine schattenlose und holografische Glurak-Karte aus der Erstausgabe.

Schamloses Ausnutzen der Corona-Hilfen

Der US-Bezirksrichter Dudley H. Bowen verurteilte Oudomsine außerdem zur Zahlung von 10.000 US-Dollar. Oudomsine hat sich inzwischen außerdem bereit erklärt, die wertvolle Pokémon-Sammelkarte an die Staatsanwaltschaft zu übergeben. Damit ist er noch einmal glimpflich davongekommen. Die angeklagten Delikte sahen eine Höchststrafe von bis zu 20 Jahren Gefängnis und 250.000 Dollar Geldstrafe vor.

Der zuständige Staatsanwalt verurteilte die Tat aufs schärfste: “Der Kongress hat Mittel bereitgestellt, um kleine Unternehmen zu unterstützen, die mit den Herausforderungen einer globalen Pandemie zu kämpfen haben. Betrüger wie Oudomsine haben diese Programme ausgenutzt, um sich in die eigene Tasche zu wirtschaften.”

Verurteilungen im Zusammenhang mit Pokemon sind sonst eher aus anderen Teilen der Welt bekannt. So drohte 2016 einem junger Russe eine mehrjährige Haftstrafe, weil er Pokemon Go in einer Kirche gespielt hatte (JURios berichtet).


Pressemitteilung: https://www.justice.gov/

Redaktion
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