Lesefutter: Sieben True Crime Bücher, die sich wirklich lohnen!

Wahre Verbrechen und echte Mörder:innen haben die Menschheit schon immer fasziniert. Wie gut, dass die Realtität die spannendsten Geschichten schreibt. Und: Kein Wunder, dass True Crime Podcasts in den letzten Jahren an Beliebtheit stark zugenommen haben. Doch an einem verregneten Wochenende geht nichts über eine Tasse Tee und ein spannendes Buch. Wir stellen Euch in diesem Artikel deswegen sieben True Crime Romane vor, die sich wirklich lohnen. Viel Spaß beim Lesen!

Der Serienkiller, der keiner war – und die Psychotherapeuten, die ihn schufen

Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

Autor: Dan Josefsson
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten: 592
Verlag: btb Verlag
JURios-Bewertung: 7/10

Mörderinnen: Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers

Warum töten Menschen? Was lässt sie diese letzte Grenze überschreiten? In über 30 Tötungsdelikten hat Veikko Bartel schon vor Gericht verteidigt, in »Mörderinnen« erzählt er die vier spektakulärsten, anrührendsten, grausamsten Fälle: die Kindsmörderin, die Sadistin, die Gattenmörderin, die Giftmörderin. Eindrücklich schildert er die Hintergründe, die hasserfüllten Reaktionen der Öffentlichkeit und die biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Seine Erzählungen stellen die Frage nach Gerechtigkeit und zeigen mit jedem Fall: Die Realität ist spannender als jeder Krimi.

Autor: Veikko Bartel
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten: 240
Verlag: Mosaik
JURios-Bewertung: 8/10

Böse: Die Psychologie unserer Abgründe

Böse ist das Gegenteil von gut – oder nicht? Kriminalpsychologin Julia Shaw gibt in ihrem lesenswerten Sachbuch über die Abgründe unserer Psyche überraschende Antworten darauf. So findet sie das Böse nicht nur in den Gehirnen von Massenmördern, sondern in jedem von uns. Mithilfe neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und psychologischer Fallstudien erklärt sie die dunkle Seite in jedem Menschen und zeigt, wie wir jeden Tag neu entscheiden, was böse ist. Eine Studie über Heuchelei und den ganz normalen Wahnsinn, die die vertrauten Kategorien von Gut und Böse über den Haufen wirft.

Autorin: Julia Shaw
Erscheinungsjahr: 2020
Seiten: 320
Verlag: Heyne
JURios-Bewertung: 9/10

Wahre Verbrechen: Die dramatischsten Fälle einer Gerichtsreporterin

Gerichtsreporterin und Bestsellerautorin Christine Brand erzählt wahre Verbrechen, begangen von Menschen die unser aller Nachbarn sein könnten. Ein unauffälliges Ehepaar wird zum tödlichen Duo – mit einem absurden Motiv. Ein Mann gesteht den Mord an seiner Frau und wird doch freigesprochen. Ein kleines Dorf wird von einer unvorstellbaren Tat erschüttert. Christine Brand, Autorin des Bestsellers »Blind« und weiterer Kriminalromane um ein Schweizer Ermittlerduo, war als Gerichtsreporterin bei den Prozessen zu diesen und anderen Fällen hautnah dabei und hat Einblicke in die Geschichten von Tätern, Opfern und Publikum wie kaum jemand sonst. Sie erzählt von den Verbrechen, spannender und oft unglaublicher als jeder Krimi, und davon, wie es ist, im Gerichtssaal zu sitzen und in die tiefsten Abgründe der Menschen zu blicken.

Autorin: Christine Brand
Erscheinungsjahr: 2021
Seiten: 352
Verlag: Blanvalet
JURios-Bewertung: 8/10

Mörder, Opfer, Kommissare

Regina Stürickow beschreibt Mordfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in ihrer Zeit Furore machten. Die 30 Verbrechen, die sich zwischen 1900 und 1970 ereigneten, waren immer auch ein Spiegel ihrer Zeit. Nicht nur die Mörder und ihre Motive, sondern auch die Ermittler, die Richter und viele andere Beteiligte machen jeden der Fälle zu einem Panorama der gesellschaftlichen Abgründe.

Autorin: Regina Stürickow
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten: 192
Verlag: Elsengold Verlag
JURios-Bewertung: 7/10

Der Richter und sein Opfer – Wenn die Justiz sich irrt

Eine Frau wird halbtot gewürgt in ihrer Wohnung gefunden.Die Indizien weisen auf den Ehemann Harry Wörz. Er wird noch in derselben Nacht verhaftet. Dass der seine Unschuld beteuert, hilft ihm nichts: Über 13 Jahre ist er gefan gen im Netz der Justiz, viereinhalb Jahre wird er inhaftiert für eine Tat, die er nie begangen hat. Oder die 14-jährige Jennifer, die behauptet, von ihrem Vater und dessen Freund missbraucht worden zu sein. Bald sitzen die Männer in Haft. Es dauert Jahre, bis herauskommt, dass das Mädchen die Geschichte erfunden hat. Dies sind nur zwei von zahllosen Justizirrtümern, die sich Jahr für Jahr vor deutschen Strafgerichten ereignen. Schuld sind einseitige Ermittlungen, überschätzte Gutachter und selbstgewisse Richter. Doch selten bekennt sich die Justiz zu ihren Fehlern. Jeder kann ihr Opfer werden.

Autor: Thomas Darnstädt
Erscheinungsjahr: 2013
Seiten: 352
Verlag: Piper
JURios-Bewertung: 7/10

Anatomie des Verbrechens

Die Toten sprechen. Denen, die genau hinhören, erzählen sie alles über sich: woher sie kommen, wie sie lebten, wie sie starben – und wer sie umgebracht hat. Zum ersten Mal geht Bestsellerautorin Val McDermid realen Verbrechen auf den Grund und schildert die Entwicklung und Methoden der Forensik. Ein packendes Stück Kriminalgeschichte, leidenschaftlich erzählt und voll haarsträubender Details – True Crime at its best.

Autorin: Val McDermid
Erscheinungsjahr: 2017
Seiten: 384
Verlag: Penguin
JURios-Bewertung: 10/10


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Redaktion
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