„Charmed“: Welche Hexenkräfte dir im Jurastudium besonders helfen würden

Kinder der Neunziger werden sich bestimmt noch an die US-Serie „Charmed – Zauberhafte Hexen“ erinnern, die von 1998-2006 in acht Staffeln produziert und in Deutschland ab 1999 auf ProSieben gezeigt wurde. In der Serie geht es um drei Schwestern, die herausfinden, dass sie Hexen sind. Jeder der Schwestern hat eine andere magische Begabung. Wäre es nicht schön, dem Jurastudium ebenfalls mit magischen Kräften auf die Sprünge helfen zu können?

Nachdem ihre Mutter jung verstarb, wurden die drei Schwestern von ihrer Großmutter in San Franzisco aufgezogen. Die Serie beginnt, als Phoebe Halliwell (Alyssa Milano), die nach dem Tod ihrer Großmutter nach New York zog, ins Haus ihrer beiden Schwestern Prue (Shannen Doherty) und Piper (Holly Marie Combs) zurückkehrt. Auf dem Dachboden findet Phoebe das Buch der Schatten, ein Erbstück der Familie, mit dem sie unbewusst die Zauberkräfte der drei Schwestern –  die „Macht der Drei“ – heraufbeschwört. Die Schwestern finden heraus, dass sie von Hexen abstammen und selbst magische Fähigkeiten geerbt haben. Prue erhält die Fähigkeit der Telekinese. Piper die Macht, Dinge und Lebewesen erstarren zu lassen und Phoebe hat plötzlich Visionen über Ereignisse aus der Zukunft oder der Vergangenheit. Ihre Kräfte setzen die Schwestern in den folgenden Staffeln ein, um das Böse – meist in Form von Dämonen und Hexenmeistern (Warlocks) – zu besiegen. Doch könnte man die magischen Fähigkeiten nicht auch im Jurastudium gut gebrauchen?

Piper: In der Klausur einfach mal die Zeit anhalten

Piper Halliwell besitzt die Fähigkeit, die Zeit anzuhalten. Um sie herum erstarren daraufhin alle Personen, Lebewesen und Dinge. Sie „frieren“ quasi ein, während Piper sich weiter frei bewegen und mit ihrer Umwelt agieren kann. Das ist ganz schön geschickt, wenn man von einem Dämon angegriffen wird. Denn auch die meisten „Warlocks“ kann Piper einfach „einfrieren“.

Aber auch im nichtmagischen Alltag ist diese Fähigkeit sehr nützlich. Beispielsweise in einer Klausur. Wäre es nicht großartig, einfach alle Personen im Prüfungssaal erstarren zu lassen? Nur man selbst kann dann gemütlich im Gesetz blättert und sich viel Zeit bei der Ausformulierung des juristischen Gutachtens lassen. Denn für alle anderen Personen im Raum bleibt die Zeit stehen, während man selbst beliebig viel Zeit für die Klausur erhält – das wäre vor allem in „Rennfahrerklausuren“ im Strafrecht nützlich. Und: Schummeln wäre so einfach wie noch nie. Man lässt einfach den:die Prüfer:in einfrieren und kann solange unbemerkt einen Spickzettel zücken. Oder man friert auch die Kommiliton:innen ein und schaut in dieser Zeit nach, was die anderen so geschrieben haben. Irgendjemand im Raum wird die richtige Lösung doch kennen?

Phoebe: In die Zukunft blicken und das Klausurthema herausfinden

Poebe Halliwell besitzt die Fähigkeit, Ereignisse in der Vergangenheit und der Zukunft in Visionen zu sehen. Meistens geschieht das, wenn Phoebe einen Gegenstand oder eine Person anfasst, die mit ihrer Vision in einem Zusammenhang steht. So kann Phoebe in Folge eins beispielsweise Kinder auf einer Straße vor einem Autounfall bewahren, weil sie einige Minuten vor dem Unfall eine Vision hatte, was gleich geschehen wird. Das bedeutet: In „Charmed“ ist die Zukunft nicht determiniert (festgeschrieben). Indem man seine Handlungen anpasst, kann man auch die Zukunft ändern – und so beispielsweise Personen vor einem Unfall oder dem Angriff eines Warlocks retten.

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Der Blick in die Zukunft kann auch für Jurastudierende von Nutzen sein. Stell dir vor, du wüsstest, welches Thema oder Urteil in der nächsten Klausur abgefragt werden würde? Dazu müsstest du einfach nur im Vorbeigehen nach der Vorlesung deine Professor:innen am Arm streifen und hoffen, eine Vision der nächsten Klausur zu haben. Allerdings sind zumindest Phoebes Visionen nicht sonderlich gezielt und auch nicht sehr genau. Trotzdem kann ja bereits ein winziger Blick in die Zukunft ausreichen, um beispielsweise zu erfahren, ob in der nächsten Prüfung Brandstiftungsdelikte oder Betrug abgefragt werden.

Prue: Astralprojektion direkt ins Büro der Professor:innen

Prue, die älteste der drei Schwestern, hat die Fähigkeit der Telekinese. Sie kann Sachen nur mit einem Fingerzeig oder einem Blick in die richtige Richtung bewegen. Im Kult-Intro der Serie sieht man sie mit einem Lächeln die Türe zu ihrem gemeinsamen Haus mittels Telekinese hinter den Schwestern schließen. Prue ist anfangs im Kampf die stärkste der Schwestern. Denn sie kann Gegenstände auch zum Fliegen bringen und so beispielsweise Warlocks unter Möbelstücken begraben. Aber wie kann man Telekinese im Alltag sinnvoll einsetzen? Eigentlich hauptsächlich als kleines Helferlein. Man muss z.B. nicht mehr aufstehen, um Schlüssel oder Fernbedienung zu holen. Das macht denn Alltag zumindest leichter, hilft im Jurastudium aber nicht sonderlich. Außer, um in der Bibliothek das Buch ganz oben im Regal – für das man normalerweise einen Hocker benötigt – herunterzuholen.

Prue entwickelt im Laufe der Serie aber auch noch die Fähigkeit zur Astralprojektion. Das heißt, sie kann sich kurzzeitig an einen anderen Ort versetzen. Und das, bei vollem Bewusstsein. Diese Fähigkeit ist natürlich perfekt, um sich in das Büro von Professor:innen zu teleportieren und dort den nächsten Klausursachverhalt auszuspähen. Wie oben bereits geschrieben, hat es noch nie geschadet, zu wissen, was einen bei der nächsten Juraklausur erwartet.

Doch die Serie Charmed zeigt aber auch: Die Hexenkräfte für den eigenen Vorteil einzusetzen, wird regelmäßig bestraft oder geht nach hinten los. Selbst wenn du also über Hexenkräfte verfügen würdest, wäre es vermutlich trotzdem klüger, einfach normal zu lernen und dich gut auf dein Staatsexamen vorzubereiten. Schade eigentlich…

Redaktion
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JURios. Kuriose Rechtsnachrichten. Kontakt: redaktion@jurios.de

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