Müllfirma „Lord of the Bins“ soll Namen wegen Ähnlichkeit zum Tolkien-Franchise ändern

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Eine Müllfirma in Brighton, die sich „Lord of the Bins“ nennt, wurde von Anwält:innen des Tolkien-Franchise aufgefordert, ihren Namen zu ändern. Die Bezeichnung „Lord of the Bins“ verletze deren Markenrechte.

Nick Lockwood und Dan Walke gründeten ein kleines Unternehmen, das Haushalts-, Bau- und Büroabfälle in Sussex (England) einsammelt. Der kreative Name des Müllunternehmens: „Lord of the Bins“. Der Schriftzug, der an den Fantasy-Epos „The Lord of the Rings“ angelehnt ist, ziert unter anderem den Transporter des Unternehmens. Aus dem ursprünglichen Slogan „One ring to rule them all“ machten die kreativen Unternehmer kurzerhand „One ring to remove it all“.

Damit ist jetzt aber vermutlich Schluss. Das Zwei-Mann-Müllabfuhrunternehmen wurde von Middle-earth Enterprises kontaktiert, das die weltweiten Rechte an „Der Hobbit“ und der „Herr der Ringe“-Trilogie besitzt. Den Unternehmern wurde eine Unterlassungsaufforderung zugestellt, in der es heißt, dass der Name des Müllunternehmens und sein Slogan die Markenrechte des Tolkien-Franchise verletze. Die Formulierungen „The Lord of the Bins“ und „One ring to remove it all” seien dem Original zu ähnlich.

David gegen Goliath

Walker teilte den Medien mit: „Wir können es uns nicht leisten, gegen sie zu kämpfen. Wir versuchen nur, die Leute zum Lächeln zu bringen und unseren Lebensunterhalt zu verdienen“. Sein Kollege Lockwood ergänzt: „Es sieht so aus, als müssten wir jetzt Tausende von Pfund ausgeben und eine Menge Aufwand in das Rebranding stecken, um ein milliardenschweres Unternehmen zu besänftigen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass globale Unternehmen ihre juristischen Muskeln spielen lassen, um kleinere Unternehmen zu einer Namensänderungen zu zwingen. Erst letztes Jahr erhielt z.B. der lokale Pub „Star Inn at Vogue“ eine Abmahnung vom Eigentümer des gleichnamigen Modemagazins. In diesem Fall aber erfolglos. Denn der Pub ist älter als das Modemagazin und trägt seinen Namen bereits seit 150 Jahren (JURios berichtet).


Fundstelle: https://www.theguardian.com/

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