Oberlandesgericht Hamm produziert Podcast „RefPod“ für Rechtsreferendare

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Das nordrhein-westfälische Justizministerium hat ein eigenes Podcast-Format für Rechtsreferendar:innen gestartet. Der Podcast „refpod“ des OLG Hamm erscheint seit Juni alle zwei Wochen immer dienstags.

Am Dienstag, 20. Juni 2023, ist die erste Folge des neuen Podcasts „RefPod“ online gegangen. Der Podcast richtet sich an Referendar:innen in Nordrhein-Westfalen und wird vom Oberlandesgericht Hamm produziert. Er versteht sich laut Justizminister Dr. Benjamin Limbach (Grüne) als „Magazin zum Hören“ zu aktuellen Themen rund um das Rechtsreferendariat. Denn: „Mehr Information gibt mehr Sicherheit und führt zu noch besseren Ausbildungserfolgen.“

In dem Podcast spricht Christian Walz, Richter am Landgericht und hauptamtlicher Arbeitsgemeinschaftsleiter am Oberlandesgericht Hamm, mit AG-Leiter:innen und Expert:innen aus der Praxis sowie Referendar:innen und erörtert sowohl fachliche als auch übergeordnete Themen: von den Tücken der Urteilsklausur über ausbildungsrelevante Fragen des materiellen Rechts bis hin zu Fragen der Lernmotivation und dem produktiven Umgang mit Rückschlägen. So heißt es vielversprechend in der Pressemitteilung des Justizministeriums.

Tipps & Tricks zum Rechtsreferendariat

In der ersten Folge sprechen Christian Walz und die Richterin Anna Henrichs beispielsweise über ihre persönlichen Klausurtipps, die ihnen selbst im Examen geholfen und die sie nun als AG-Leitende den Referendar:innen empfehlen. In der zweiten Folge dreht sich alles um die Beweiswürdigung in der Zivilklausur. Dazu ist neben Christian Walz auch Christoph Spielman, ein weiterer Richter, zu Gast. Was zeichnet eine gute Beweiswürdigung in Klausuren aus? Wie baue ich das in einer Klausur ein? Nach welchen Kriterien beurteile ich die Glaubhaftigkeit einer Zeugenaussage?

Auch wenn „RefPod“ die Probleme und Hürden der Referendarausbildung nicht überwinden kann, so handelt es sich dabei doch um ein sinnvolles Angebot. Und es ist das erste seiner Art. Denn neben privat produzierten Formaten zum Jurastudium (siehe z.B. die Podcasts, welche unseren JURios Podcast-Preis gewonnen haben) gibt es bisher keine vergleichbaren Angebote.

Dabei sollte nicht nur im Jurastudium, sondern auch im Rechtsreferendariat viel mehr auf digitale und interaktive Angebote gesetzt werden. Podcasts liegen hier gerade im Trend – bieten sie doch einen Ausgleich zum anstrengenden „Lesen und Schreiben“, mit dem man es in der Juristenausbildung hauptsächlich zu tun hat. Im Gegensatz zu den Präsenz-AGs können die Podcasts flexibel von zuhause oder unterwegs angehört werden. Wissen lässt sich so den persönlichen Umständen entsprechend klein dosiert konsumieren.


Im Jahr 2021 hat JURios die besten Jura-Podcasts Deutschlands gekürt. Welche Podcasts gewonne haben, erfährst Du hier: www.jurios.de/podcast-preis/

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