Kanzlei Quinn Emanuel lädt Kunstschaffende ein, Büroräume mit Anwält:innen zu teilen

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Die Londoner Niederlassung der finanzstarken US-Rechtsanwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan hat angekündigt, ihre Büroräumlichkeiten in London mit jungen Künstler:innen zu teilen. Das Projekt soll Kunstschaffenden trotz der hohen Mieten zeitweise die Möglichkeit geben, im Herzen Londons zu arbeiten – und ihren Arbeitsplatz dabei mit Anwält:innen zu teilen. Kann das gutgehen?

Die 1986 gegründete Kanzlei mit Hauptsitz in Los Angeles wird von Geschäftspartner:innen sowie Konkurrenz in einem Ranking als die „am meisten gefürchtetste“ Großkanzlei bezeichnet. Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan beschäftigt an 22 Standorten rund 800 Anwält:innen. Das Einstiegsgehalt liegt bei mindestens 150.000 Euro.

Der exzentrische Gründer John Quinn hatte jetzt die Idee, junge Künstler:innen in seine luxuriösen Büroräumlichkeiten in London einzuladen. Im Rahmen des „Artist-in-Residence”-Programms arbeiten jeweils zwei ausgewählte Kunstschaffende für jeweils vier Monate Seite an Seite mit den Anwält:innen der Kanzlei. Am Ende jedes Zyklus findet eine externe Ausstellung statt, die in Zusammenarbeit mit einer Londoner Galerie veranstaltet wird. Außerdem erhalten die Künstler:innen pro Monat ein Gehalt von 3.000 Pfund sowie weitere 1.000 Pfund für Materialien.

Kunstförderung und kreativer Austausch

Mit dem Programm will die Kanzlei vor allem junge, aufstrebende oder in der Mitte ihrer Karriere stehende Künstler:innen fördern, die in London oder Umgebung leben, aber auf Grund der hohen Mieten keine städtischen Atelierräume zum Arbeiten haben.

Leisl Fichardt, Partnerin der Kanzlei in London, hält die Kooperation für eine „einzigartige Gelegenheit“. “Als Anwält:innen arbeiten wir in einem anregenden Umfeld, in dem wir Ideen austauschen und einen ständigen intellektuellen Austausch haben. Gleichzeitig können wir einen sinnvollen Beitrag zu unseren Gemeinschaften leisten, indem wir diesen Raum mit Kunstschaffenden teilen und sie eine Zeit lang in einem interaktiven Umfeld unterstützen“, so heißt es gegenüber Legal Cheeck.

Firmenchef John Quinn stimmt dem zu: “Künstler:innen sind die Antennen der Menschheit. Wir haben den zusätzlichen Platz und wir freuen uns sehr darauf, diesen Raum zu nutzen, um zu erfahren, was zeitgenössische Künstler:innen uns jetzt zu sagen haben. Die Welt verändert sich schneller als je zuvor, und wer könnte uns besser als Künstler:innen Einblicke in diese Veränderungen und ihre Vorboten geben?”

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