Umfrage: Kanzleien erwarten von angehenden Anwältinnen und Anwälten noch kein KI-Wissen

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Eine Umfrage des Thomson Reuter Instituts ergab, dass bisher nur sehr wenige Anwaltskanzleien fordern, dass neue Anwält:innen generative KI-Kenntnisse benötigen.

85 Prozent der teilnehmenden Kanzleien gaben an, dass KI-Technologien sinnvoll für ihre juristische Arbeit eingesetzt werden können. Allerdings verlangen nur zwei Prozent der Kanzleien von ihren Bewerber:innen fachspezifische KI-Kenntnisse. 17 Prozent sehen diese zwar als „nice to have“, aber nicht als wesentlich für eine Einstellung an.

Zwölf Prozent der Anwaltskanzleien und Unternehmensjurist:innen gaben an, dass sie bereits KI-Produkte verwenden, die für den Rechtsmarkt geschaffen wurden. 43 Prozent antworteten, dass sie die Technologie innerhalb der nächsten drei Jahre einsetzen wollen. 27 Prozent gab an, dass sie bereits öffentliche KI-Tools wie ChatGPT nutzen.

Damit verwendet immer noch ein Großteil der Kanzleien überhaupt gar keine KI-Produkte. Während der Einsatz allgemeiner Tools wie ChatGPT auch in der Rechtsbranche zunehmend bekannter wird, tut sich die Juristerei mit rechtsspezifischen KI-Angeboten weiterhin schwer.

Effizienz- und Produktivitätssteigerung

Trotzdem glauben aber 34 Prozent der Teilnehmenden, dass der zunehmende Einsatz von KI in den kommenden Jahren zur Schaffung neuer nicht-juristischer Positionen führen wird, wie z. B. „KI-Spezialist“.

41 Prozent erhofft sich durch den Einsatz von KI eine Effizienz- und Produktivitätssteigerung. 23 Prozent äußerten hingegen auch Bedenken hinsichtlich ethischer Fragen sowie der erzielten Genauigkeit der KI-Ergebnisse.

Bei Thomson Reuters handelt es sich um einen Medienkonzern mit Sitz in den USA. Das Thomson Reuters Institute bringt Fachleute aus den Bereichen Recht, Unternehmen, Steuern und Rechnungswesen zusammen, um Zukunfts-Trends zu analysieren. An der Online-Umfrage nahmen 1.128 Personen aus den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland teil.


Fundstelle: https://www.thomsonreuters.com/content/dam/ewp-m/documents/thomsonreuters/en/pdf/reports/tr4322226_rgb.pdf

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Redaktion
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