Der US‑Anwalt Mark Zuckerberg verklagt den Meta-Konzern, weil das Soziale Netzwerk Facebook seine Konten immer wieder sperrt. Die Ursache: Facebook denkt, der US-Anwalt gäbe sich als der Facebook-Gründer gleichen Namens aus.
Bei dem Namensvetter handelt es sich um einen Insolvenzanwalt aus Indianapolis, der seit mindestens 30 Jahren in den USA als Jurist tätig ist. Der 1984 geborene Facebook‑Gründer war also gerade einmal ein Kind als unser Anwalt bereits seinen Werdegang begonnen hatte.
Die Auseinandersetzung mit Meta dauert bereits acht Jahre an. In dieser Zeit wurde sein geschäftliches Profil fünfmal und sein persönliches Profil viermal gesperrt – stets mit dem Hinweis, er würde einen Prominenten „imitieren“ oder einen „falschen Namen“ nutzen.
11.000 US-Dollar für Facebook-Werbung
Gegenüber verschiedenen Medien gab der Anwalt an, er habe insgesamt rund 11.000 US-Dollar für Facebook-Werbung ausgegeben. Und trotzdem werde seine Business-Seite immer wieder abgeschaltet. „Es ist, als würde man ein Billboard anmieten, dafür zahlen – und dann kommt jemand und wirft eine Decke darüber. Man hat nichts von seinem Geld“, schreibt Mark Zuckerberg (der Anwalt).
Die gesperrten Konten führten in der Vergangenheit immer wieder zu tatsächlichen wirtschaftlichen Einbußen: Geschäftskontakte gingen verloren, potenzielle Mandant:innen konnten ihn nicht erreichen, die Reputation des Anwalts litt. Doch damit nicht genug: Der Anwalt gibt an, bereits fälschlich verklagt worden zu sein, er habe zahllose Freundschaftsanfragen erhalten – aber auch Todesdrohungen, weil Menschen ihn mit dem Facebook‑Gründer verwechselten.
Der Vorwurf: Vertragsbruch und Fahrlässigkeit
Im September 2025 reichte Mark Zuckerberg Klage bei der Marion Superior Court in Indianapolis ein. Er wirft Meta „Vertragsbruch“ und „Fahrlässigkeit“ vor. Seine Forderungen: Wiedergutmachung für entgangene Werbeausgaben, Erstattung von Anwaltsgebühren und eine formelle Entschuldigung.
Als Reaktion auf die Berichterstattung teilte Meta mit, die betroffenen Konten seien irrtümlich deaktiviert worden und seien mittlerweile wiederhergestellt. Das Unternehmen beteuert, an einer dauerhaften Lösung zu arbeiten, um solche Verwechslungen künftig zu vermeiden.
Der Jurist betreibt inzwischen auch eine eigene Webseite: iammarkzuckerberg.com, auf der er verschiedene Verwechslungen und deren Auswirkungen dokumentiert.
Der umgekehrte Fall: Mann ändert Namen zu „Mark Zuckerberg“, um nicht verklagt zu werden
Anfang der 2010er-Jahre änderte ein israelischer Unternehmer namens Rotem Guez seinen Namen offiziell in Mark Zuckerberg, um auf rechtlichen Druck seitens Facebook zu reagieren. Guez hatte eine Marketing-Website namens „Like Store“ betrieben, über die Facebook-Seitenlikes verkauft wurden – ein klarer Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform. Nachdem er eine Unterlassungsaufforderung und die Androhung rechtlicher Schritte erhalten hatte, erklärte er: „Wenn ihr mich verklagen wollt, müsst ihr Mark Zuckerberg verklagen“ – und ließ seinen Namen offiziell ändern.


