AfD-Abgeordneter soll Jura-Zeugnisse gefälscht haben

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Klaus Esser, AfD-Abgeordneter aus Nordrhein-Westfalen, wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, das Zeugnis des Ersten juristischen Staatsexamens gefälscht zu haben. Außerdem soll er unberechtigt den Titel Master of Laws geführt haben.

Die Staatsanwaltschaft Aachen will nach übereinstimmenden Medienberichten einen Strafbefehl über 90 Tagessätze von je 150 Euro gegen Klaus Esser beantragen. Dafür soll die Immunität des Landtagsabgeordneten aufgehoben werden.

Hintergrund des Vorgangs ist eine Hausdurchsuchung, die im November 2024 in der Wohnung des AfDlers in Düren stattgefunden haben soll. Esser, der an der Universität zu Köln und an der Fernuni Hagen Jura studiert hatte, soll sich mit gefälschten Abschlüssen auf einen Job bei seiner Partei beworben haben. Der Strafbefehl bezieht sich auf ein gefälschtes Zeugnis über das Bestehen des ersten juristischen Staatsexamens und das unbefugte Führen des Titels Master of Laws.

Esser würde als nicht vorbestraft gelten

Solle der Strafbefehl so wie beantragt, durchgehen, wäre Esser gerade nicht vorbestraft. Hierfür wären nach §§ 32 Abs. 2 Nr. 5 lit. a), 53 Abs. 1 Nr. 1 Alt. 1 BZRG 91 Tagessätze notwendig. Esser kündigte an, gem. § 410 Abs. 1 stopp Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen. Dann käme es zu einer mündlichen Hauptverhandlung.

Esser ist seit Juni 2022 Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen und gehört der AfD-Fraktion an. Davor war er Geschäftsführer der Landesgeschäftsstelle der AfD Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Ursprünglich war Esser Mitglied der CDU, trat aber 2014 aus der Partei aus.

Laut Kölner Stadtanzeiger beschäftigt Esser ein Mitglied der Burschenschaft Germania als Mitarbeiter, der wegen Körperverletzung und antisemitischer Beleidigungen zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilte worden war. Esser soll zudem parteiintern beschuldigt werden, Mitgliederaufnahme in seinem Kreisverband manipuliert zu haben. 2024 stimmte der Landesvorstand für ein Parteiausschlussverfahren wegen der Fälschung seiner Bewerbungszeugnisse, das aber im Oktober 2025 eingestellt wurde.

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Redaktion
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