Ein Postbote aus San Diego besprühte Familienhund „Pupa“ angeblich mit Pfefferspray, später entwickelten die Kinder angeblich Asthma – jetzt landete der Fall vor Gericht.
Die Familie verklagte die Postbehörde der US-Regierung aufgrund des Pfefferspray-Einsatzes wegen „Negligance“, also einer Sorgfaltspflichtverletzung.
Die Anwält:innen der Familie präsentierten vor Gericht Videomaterial, das den Postboten beim Zustellen der Post zeigt. Dabei soll er einen kleinen Pfefferspraybehälter in der Hand halten, während Hund Pupa auf der anderen Seite eines Metalltors bellt. Weitere Aufnahmen zeigen den weißen Hund zappelnd am Boden und mit den Pfoten am Gesicht. Die Familie behauptet, da die Kinder regelmäßig mit Pupa spielten und in deren Nähe schliefen, hätten sie durch das Pfefferspay Asthma entwickelt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren die Kinder ein und drei Jahre alt.
Der Postbote betritt die Vorwürfe. Er habe den Hund nie mit Pfefferspray besprüht. Die Anwält:innen des Justizministeriums (DOJ), die den U.S. Postal Service vertreten, wiesen die Vorwürfe zurück. Ihrer Ansicht nach seien die Atemwegsprobleme der Kinder eher auf wiederkehrende virale Infektionen zurückzuführen, die bei Kleinkindern üblich seien.
Postbote verliert Job
Der Postbote selbst erklärte, dass es üblich sei, Pfefferspray zur Abwehr von Hundebissen mitzuführen. Nachdem er zunächst von seinem Job entbunden worden war, erlebte er schwere finanzielle Probleme und psychische Belastungen. „Meine Kinder und ich mussten Lebensmittelbanken aufsuchen, um etwas zu essen zu haben. Wir mussten unsere Kinder aus den Sportaktivitäten nehmen, die sie lieben, weil wir es uns nicht leisten konnten“, berichtete er vor Gericht. Erst über ein Schiedsverfahren erhielt er seine Stelle schließlich zurück.
Das Bundesgericht muss jetzt anhandn von Zeugenaussagen und medizinischen Gutachten über den Fall entscheiden.


