Kim Kardashian zum zweiten Mal durch das Juraexamen gefallen

Das amerikanische Reality-TV Sternchen Kim Kardashian ist zum zweiten mal durch ihr Juraexamen gefallen. Das teilte die 40-Jährige in der Fernseh-Show “Keeping Up With The Kardashians” mit.

Kim Kardashian hatte bereits im Jahr 2019 mitgeteilt, dass sie Juristin werden wolle. Dafür habe sie eine vierjährige Ausbildung bei einer kalifornischen Anwaltskanzlei begonnen. Ihre Mentorin ist die Anwältin Jessica Jackson aus San Fransisco. Im Internet wurde sie dafür mit Häme überhäuft. Viele trauten dem TV-Star das Bestehen des Juraexamens und eine Karriere in der Justiz nicht zu. Die 40-Jährige betonte jedoch, sie wolle Anwältin werden und eine eigene Anwaltskanzlei eröffnen.

Im Mai 2021 gab Kim Kardashian bekannt, in ihrem ersten Versuch das sogenannte “Baby Bar Exam” nicht bestanden zu haben. Sie erzielte 474 Punkte von den zum Bestehen notwendigen 560 Punkten. Insgesamt können bis zu 800 Punkte erreicht werden. Dazu meinte sie: “Ich habe sechs Wochen am Stück, 10 bis 12 Stunden am Tag, gelernt, und es war so wichtig für mich, diese Prüfung zu machen.”

Doch damit nicht genug. Im Juni 2021 wurde bekannt, dass sie bei ihrem zweiten Versuch sogar noch etwas schlechter abgeschnitten habe. Im Fersehen kommentierte sie deswegen: “Ich habe versagt… Ich muss mir nur keinen Stress deswegen machen.” Sie erzählte, sie sei “angefressen” über das Ergebnis, das “ein bisschen schlechter” gewesen sei als ihr erster Versuch Anfang des Jahres. Fügte aber auch hinzu: “Ich muss es in Zukunft einfach besser machen.” Kim Kardashian kündigte außerdem an, noch in diesem Jahr ein drittes Mal an der Prüfung teilzunehmen.

Kim Kardashian will an Drittversuch teilnehmen

In der letzten Folge von “Keeping Up With The Kardashians” wurde Kim deswegen von ihrer Familie getröstet. Ihre Schwester Khloe meinte: “Du warst an Corona erkrankt, du hattest deinen 40. Geburtstag. Du hattest eine Menge persönlich in deiner Beziehung erlebt.” Damit spielte sie darauf an, dass Kim Kardashian, die eigentlich noch Kim Kardashian West heißt, sich momentan von ihrem Ehemann, dem Rapper Kanye West scheiden lässt. das Paar hatte vor sieben Jahren medienwirksam geheiratet und hat vier Kinder.

Beim “Baby Bar Exam” handelt es sich um eine eintägige Prüfung, die Jurastudierende nach einem Jahr ablegen müssen. Dabei müssen sie in sieben Stunden vier Aufsätze verfassen und einhundert multiple choice Fragen beantworten. Derzeit ist Kalifornien der einzige Staat, der ein System anbietet, bei dem die Anwaltsprüfung auch von Personen abgelegt werden kann, die vorher keine Universität besucht und nicht offiziell Jura studiert haben. Dies soll möglich sein, wenn man – wie Kim Kardashian – bei einer Kanzlei in Ausbildung geht.

Einsatz für Reform des Gefängnissystems

Als Anwältin möchte sich Kim Kardashian auf das Strafrecht spezialieren und sich unter anderem für eine Reform des Gefängnis-Systems in den USA einsetzen. Bereits im Jahr 2020 hatte der Reality-Star deswegen ein Treffen mit weiblichen Gefangenen im Weißen Haus. Crystal Munoz, Judith Negron und Tynice Hall bekamen ihre Gefängnisstrafen verkürzt, nachdem Kim Kardashian sich bei US-Präsident Donald Trump für sie eingesetzt hatte. Die Frauen waren wegen Drogen- und Wirtschaftsdelikten inhaftiert worden und hatten zu diesem Zeitpunkt alle kleine Kinder.

Ihr Engagement begründet Kim Kardashian folgendermaßen: “Es ist nie eine Person, die etwas erreicht; es ist immer ein Kollektiv von Menschen. Und ich habe meine Rolle immer gekannt, aber ich hatte einfach das Gefühl, dass ich in der Lage sein wollte, für Menschen zu kämpfen, die ihre Beiträge an die Gesellschaft bezahlt haben. Ich hatte einfach das Gefühl, dass das System so anders sein könnte und ich wollte dafür kämpfen, es zu reparieren. Und wenn ich mehr wüsste, könnte ich mehr tun.”

Kim Kardashian könnte damit in die Fußstapfen ihres Vaters treten. Dem Promi-Anwalt Robert Kardashian. Weltweite Bekanntheit erreichte er als Mitglied des Verteidigungsteams von O. J. Simpson in dessen Strafprozess im Jahr 1995. Robert Kardashian verstarb 2003 an Speiseröhrenkrebs.

Zumindest um die Finanzierung ihres Examens und ihrer Kanzlei muss sich die angehende Juristin keine Sorgen machen. Im April erreichte sie laut Forbes den Status einer Milliardärin und trat damit dem elitären Club der Superreichen bei.


Fundstelle: https://www.bbc.com/

Clara Müller
Jurastudentin, Schwerpunkt: Verwaltungsrecht, Promi Tratsch&Klatsch, Hundemama.

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