Großbritannien: Mann gesteht Mord an Großmutter bei “Wahrheit oder Pflicht”

In Großbritannien konnte der Tod an einer älteren Dame aufgeklärt werden. Ihr Enkel hatte den Mord bei einer Runde “Wahrheit oder Pflicht” mit seinen Freund:innen gestanden. Was sich anhört, wie aus einem schlechten Teenie-Horrorfilm, ist wirklich passiert.

Im Mai 2018 ging ein Haus in der englischen Kleinstadt Heysham in Flammen auf. Die Bewohnerin, Mary Gregory (94 Jahre), starb wenige Tage später an den Folgen einer Rauchvergiftung in einem Krankenhaus. Die alte Frau war dement und als starke Raucherin bekannt. Feuerwehr und Polizei gingen deswegen zunächst davon aus, dass es sich bei dem Brand um einen tragischen Unfall handelte.

Falsch gedacht. Die Frau war von ihrem eigenen Enkel ermordet worden. Und der gestand die Tat wenige Wochen nach der Beerdigung seiner Großmutter. Tiernan Darnton traf sich mit Freund:innen, um “Wahrheit oder Pflicht” zu spielen. Von einem Mitspieler wurde er aufgefordert, der Runde sein “dunkelstes Geheimnis” zu verraten. Nach übereinstimmender Angabe mehrerer englischer Medien soll Darnton daraufhin gesagt haben: „Ich habe ein Geheimnis, das ich noch niemandem erzählt habe. Ich habe vielleicht jemanden umgebracht.” Der 20-Jährige erzählte seinen Freund:innen, dass er seine Oma „von ihren Leiden befreien“ wollte. Und es wird noch besser: Darntons Freund:innen hielten die Aussage ihres Kumpels zunächst für einen Scherz! Statt zur Polizei zu gehen, nahmen sie die “Wahrheit” nicht ernst und vergaßen sie zunächst wieder.

Verräterische Google Suche und “kill list”

Doch damit nicht genug: Nachdem ihm seine Freund:innen nicht geglaubt hatten, gestand Darnton den Mord in einem Gespräch mit seiner Therapeutin und später gegenüber seinem Stiefvater. Im Mai 2019 wurde Darnton schließlich verhaftet. Die Polizei sah sich auch den Google-Verlauf des 20-Jährigen an. Im Juni 2018 hatte der Engländer folgende Suchbegriffe eingegeben: „Mörder voller Verzweiflung“, „Ich bin ein Mörder“ und „Ich bin ein Monster und ich fahre zur Hölle“. Im August 2018 tippte er „Ich fühle mich schuldig, weil ich einen geliebten Menschen von seinem Elend erlöst habe“ in die Suchzeile.

Die Beweise genügten dem Gericht. Im November 2021 wurde Darnton vom Crown Court in Preston zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt. Das Gericht war nicht davon überzeugt, dass Darnton seine Großmutter aus Mitleid getötet hatte. Stattdessen kam ans Licht, dass der 20-Jährige nach dem Tod seiner Großmutter eine “kill list” verfasst und weitere Morde an Frauen geplant hatte.


Fundstelle: https://www.dailymail.co.uk/n

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