Tippfehler: Frau kauft versehentlich ganzes Dorf, statt nur ein Haus

Eine Frau wollte ihr Traumhaus in Sparks (Nevada) für knapp 600.000 US-Dollar kaufen. Ein Fehler in den Unterlagen führte jedoch dazu, dass ihr stattdessen 84 Immobilien übereignet wurden.

Nach Angaben von Cori Burke, der stellvertretenden Hauptgutachterin des Bezirks, scheint dem beauftragten Immobilienunternehmen ein schwerer Fehler unterlaufen zu sein. Die Firma aus Las Vegas nutzte einen Textbaustein aus einem anderen Grundstücksgeschäft für den Vertrag. Auf Grundlage dessen wurden der Frau irrtümlich das Eigentum an 84 Grundstücken übertragen.

Glücklicherweise kam das Dokument den zuständigen Behörden spanisch vor. Denn der Großteil der Grundstücke stand überhaupt nicht zum Verkauf. Es käme häufig vor, dass Firmen oder Grundstückserwerber:innen bei der Bezeichnung der zu übertragenden Grundstücke versehentlich falsche Daten angeben würden. „Dieser spezielle Fall ist allerdings ein wenig interessanter, weil so viele Grundstücke betroffen sind”, sagt Burke.

Übereignung wurde rückabgewickelt

Aus dem Kaufvertrag würde jedoch deutlich hervorgehen, dass die Frau nur ein Haus hatte erwerben wollen. Daher habe man den Vorgang überprüft und die Rückübereignung der anderen Gebäude angeordnet. Die Immobilienfirma sei gebeten worden, den Fehler umgehend in den Unterlagen zu beheben.

Glück gehabt: Für alle 84 Immobilien hätte die Frau 50 Millionen US-Dollar bezahlen müssen. Zunächst hatte man befürchtet, dass die neue Eigentümerin die Rückübertragung der Grundstücke ablehnen und sich weigern könnte, die Häuser zurückzugeben. Laut Medienberichten gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass die Käuferin dies vorhabe. Die Erfolgsaussichten in einem solchen Fall wären vor Gericht auch eher gering. Die anonyme Käuferin war zuvor vom Reno Gazette Journal kontaktiert worden und antwortete einfach mit einem lächelnden Emoji: “Kein Kommentar”.

Tippfehler in Verträgen? Konnte man das nicht anfechten? Stimmt, dieser Vorfall erinnert auch uns direkt an den berühmten Toilettenpapier-Fall (JURios berichtet).


Fundstelle: https://www.mirror.co.uk/

Redaktion
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