Kolumbianische Richterin verhandelt rauchend, in Unterhose im Bett via Zoom

Eine 34-Jährige Strafrichterin aus Kolumbien wurde suspendiert, nachdem sie sich in einer Zoom-Verhandlung rauchend und in Unterhose in ihrem Bett gezeigt hatte.

Die Richterin, Vivian Polania, war bereits in der Vergangenheit wegen ihrer freizügigen Fotos im Internet aufgefallen. Dort zeigt sie ihre Tattoos und postet Fotos von sich in Reizwäsche. Die Veröffentlichung der Fotos in den kolumbianischen Medien führte dazu, dass Polanias Vorgesetzte ihr vorwarfen, das Ansehen der Rechtspflege zu schädigen. Die freizügigen Fotos seien geeignet, das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Fähigkeiten als seriöse Richterin, zu beeinträchtigen. Polania bestand jedoch darauf, auch weiterhin Fotos von sich selbst in Unterwäsche auf Instagram zu posten. Sie ist der Meinung: “Nicht alle Richter, Anwälte und andere Staatsbedienstete sind gleich. Was ich trage und auf meinen sozialen Medien zeige, ist meine Entscheidung und ich werde nichts daran ändern.“ Die freizügigen Fotos hatten bisher keine disziplinarrechtlichen Konsequenzen.

Für drei Monate ohne Bezüge suspendiert

Doch jetzt wendet sich das Blatt. Polania wurde wegen ihres Auftretens in der Zoom-Gerichtsverhandlung für drei Monate ohne Bezüge suspendiert. Auf einem Video, das viral ging, ist zu sehen, wie sie in Shirt und Höschen rauchend in ihrem Bett liegt. Erst nachdem sie von einem Verfahrensbeteiligten gewarnt wurde, schaltete Polania nach 33 Sekunden ihre Kamera aus. Auf Grund des Vorfalls reichte einer der Anwälte förmliche Beschwerde gegen Polania ein. In der Anhörung war es darum gegangen, ob der Beschuldigte, der wegen eines Autobombenanschlags im Juni letzten Jahres inhaftiert war, auf Kaution freigelassen werden sollte.

In einer Öffentlichen Stellungnahme zum Vorfall heißt es: “Wir finden keine Rechtfertigung dafür, dass die Richterin sich in solch beklagenswerten Zuständen präsentiert hat, wo sie doch die Einrichtungen ihres eigenen Hauses und alle notwendigen Annehmlichkeiten hatte, um sich auf eine öffentliche Anhörung angemessen und mit dem Respekt vorzubereiten, den eine solche Anhörung verdient.”

Screenshot von Polanias Instagramseite

Polania rechtfertigt ihr Verhalten damit, dass sie sich während der Anhörung hinlegen musste, weil sie eine Panikattacke erlitt und einen niedrigen Blutdruck hatte.

Der Fall erinnert an weitere Kuriositäten, die während virtuellen Gerichtsverhandlungen passierten. So trat ein Mann aus Michigan einer Video-Verhandlung versehentlich unter dem Nickname “Buttfucker3000” bei. Sehr zur Belustigung des Richters und des online Publikums. Die virtuelle Verhandlung eines Gerichts in Texas sorgte im Netz für großes Aufsehen, weil ein Anwalt versehentlich mit einem Katzen-Filter an ihr teilnahm.


Fundstelle: https://www.dailymail.co.uk/

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